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Giftnotruf Erfurt 0361 730730Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern,
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Aktuelles:Cannabis: Drogennotfälle und GesundheitsschädenDie jüngsten Untersuchungen in Deutschland zeigen: Der Konsum von Cannabisprodukten hat unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den letzten Jahren deutlich zugenommen. 21 % der 16- bis 17-jährigen und 18 % der 18- bis 19-jährigen berichteten in Befragungen über Konsumerfahrungen. Die Anfragestatistik des GGIZ von 1994 bis 2003 verzeichnete bei Cannabis ein "Einstiegsalter" von 13 Jahren, 22,6 % der Notfälle waren 14 - 15 Jahre, 17,4 % 16 - 17 Jahre und 11,8 % 18 - 19 Jahre alte Patienten. Die Altersverteilung wiederspiegelt damit die hohe Gefährdung der jugendlichen Konsumenten, auch wenn die absoluten Zahlen (195 Fälle) relativ klein sind. Bei den als akute Vergiftungen durch Cannabiskonsum eingestuften Fällen des GGIZ (155/195; 79,5 %) reichte das Symptomspektrum von Erbrechen, Übelkeit, krampfartigen Bauchschmerzen, Mydriasis (sehr weite Pupillen verbunden mit Sehstörungen), Schwindel, Tachykardie (Herzrasen), Angina pectoris (Herzschmerzen), Muskelzittern und -krämpfen, starker psychischer Erregung verbunden mit Angst, Verwirrtheit, Halluzinationen bis hin zu Krampfanfällen und tiefer Bewusstlosigkeit. Besonders Erstkonsumenten werden von einer Vergiftung "überrascht" und erleben nicht selten schwere Angstzustände (Panikattacken). Besonders bedenklich ist die Tatsache, dass bei 20 % aller Konsumenten die Droge zum Alltag gehört. Schädlicher Gebrauch, Abhängigkeit, Entzugssyndrom und psychische Erkrankungen sind die Konsequenz dieses süchtigen Verhaltens. Bei ca. 70 % aller Cannabisabhängigen werden Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen beobachtet, die geistige Leistungsfähigkeit (Gedächtnis, Konzentration und Aufmerksamkeit) ist beeinträchtigt, das Risiko, an Schizophrenie zu erkranken, ist auf das 6-fache erhöht. Grund genug, um eindringlich vor dem Cannabiskonsum zu warnen, und Forderungen nach einer Legalisierung von Cannabis zurückzuweisen.
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