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Giftnotruf Erfurt 0361 730730Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern,
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Aktuelles:Ratschläge zum Thema Riesen-BärenklauRiesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) gehört zur Familie der Doldengewächse. Die ursprünglich im Kaukasus heimische Art wurde um 1890 wegen ihres stattlichen Wuchses (bis 3 m Höhe) nach Europa als Zierpflanze eingeführt. Imker schätzen sie als ergiebige Bienenweide. Durch Berührung der Pflanze oder Einwirkung des Saftes auf die gegen Sonnenlicht ungeschützte Haut wird durch die giftigen Inhaltsstoffe innerhalb von 24-48 Stunden eine Entzündungsreaktion ausgelöst, die mit Juckreiz, Schwellung, Rötung, Blasenbildung und Allgemeinreaktionen (Fieber, Schweißausbruch, Kreislaufreaktionen) einhergeht. Dies ist die Folge der fototoxischen Wirkung der Furocumarine, die auch in anderen Pflanzenfamilien vorkommen, und ist als sogenannte „Wiesengräserdermatitis“ bekannt. Die Behandlung erfolgt wie bei einer Verbrennung. Manchmal heilen die Hautveränderungen nur langsam innerhalb von 1-2 Wochen ab und pigmentierte Narben können zurückbleiben. Ob Bienen mit dem Nektar oder den Pollen diese Wirkstoffe aufnehmen und auf diesem Wege in den Honig eintragen, ist uns nicht bekannt. Auch über diesbezügliche Vergiftungsfälle durch Bienenhonig wurde unseres Erachtens noch nichts berichtet. Furocumarine werden im Organismus schnell abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden. Dem „Bienengift“ selbst liegt eine ganz andere Substanz zugrunde. Vor allem Kinder müssen vor den Gefahren, die von der Pflanze ausgehen können, geschützt werden. Beim „Abholzen“ der Blütenkronen sollte man besondere Vorsicht walten lassen, da es durch Saftspritzer leicht zu Vergiftungen kommen kann. Wenn sich die Pflanze zu stark vermehrt, sollte sie im Frühjahr oder Herbst ausgegraben werden. Für weitere Auskünfte steht das Giftinformationszentrum (0361-730730) jederzeit zur Verfügung. Gefährlicher Herkules. Interview mit der Thüringer Allgemeinen vom 20.08.2008 |