Giftnotruf Erfurt 0361 730730
Nordhäuserstr. 74
99089 Erfurt
Deutschland
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Graffiti, Vandalismus und "Etching" Erfurt 16. und 17. November 2006
Seminarveranstaltung der Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen GmbH
http://www.beka.de/inhalte/service/bildung/frame_semiboerse_html
Die Veranstaltung vertieft und erweitert den noch jungen, aber stark zunehmenden Austausch über drängende Themen im
Umgang mit Spraying, Scratching, Etching und anderen Übergriffen auf Liegenschaften, Fahrzeugflotten, unter denen bisweilen
auch Personen zu leiden haben. Insbesondere wird man zu diesem Termin bereits erste Auswirkungen der Fußball-WM unter
diesem Blickwinkel erwarten dürfen.
Abstract
Helmut Hentschel
Gefahren durch Etching aus medizinischer Sicht
Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen,
c/o HELIOS Klinikum Erfurt
Die weltweit ersten Fälle von Ätz-Graffitis (Glass Etching) unter Verwendung von Säure sind Anfang 2000 in Los Angeles
aufgetreten. In Deutschland wurden 2002 in München und 2003 in Berlin erste ätzende "Tags" entdeckt. Seitdem häufen sich
die Fälle, bei denen Graffitis auf Glasscheiben aufgetragen wurden, wobei der Farbe in Filzstiften Flusssäure beigemischt
wurde. Das Berühren solcher Schriftzüge mit der ungeschützten Haut oder das Einatmen von Dämpfen kann zur
Gesundheitsgefährdung führen, weil Flusssäure aggressiv in das Gewebe und in die Atemwege eindringen kann, ohne dass es
anfangs zu stärkeren Beschwerden kommt. In Abhängigkeit von der Konzentration und der betroffen Hautfläche treten erst nach
mehreren Stunden immer stärker werdende unerträgliche Schmerzen auf. Durch die hohe Eindringtiefe kann auch das
Knochengewebe angegriffen werden. Nach dem Einatmen kann ein Flüssigkeitsaustritt in die Lungenbläschen (Lungenödem) zu
schweren Atemstörungen führen. Über die Blutbahn verteilt sich die Säure ungehindert im Organismus, sodass
lebensgefährliche Herzrhythmusstörungen auftreten können. Die wichtigste Maßnahme nach Hautkontakt ist, auch wenn
Beschwerdefreiheit besteht, das sofortige ausgiebige Spülen und die Aufragung eines speziellen Gels (Ca-Gluconat 2,5%ig).
In Abhängigkeit vom Verlauf müssen weitere spezielle Maßnahmen ergriffen werden, um ein Fortschreiten der Gewebeschädigung
zu verhindern.
Dr. med. Helmut Hentschel - GGIZ Erfurt - 0361-730730 - 10.11.2006
Programm
Vortrag
ANTI-ETCH®
zur Dekontaminierung von Säure-Graffities auf Scheiben und Flächen
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