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Giftnotruf Erfurt 0361 730730Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern,
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Aktuelles:Häufige Vergiftungen durch NikotinDie Nikotinvergiftung durch versehentliches Verschlucken von Zigaretten, Kippen oder Tabak zum Selberdrehen ist eine der häufigsten Vergiftungen im Kindesalter. Seltener kommt es durch Verschlucken von Zigarren, Pfeifentabak, Kau- oder Schnupftabak, Tabaksud, Nikotinkaugummis oder nikotinhaltige Hautpflaster zur Entwöhnung zu Nikotinvergiftungen. Eine Zigarette enthält 15-25 mg, eine Zigarre ca. 90 mg, Nikotinkaugummis bis zu 4 mg und Hautpflaster bis zu 50 mg Nikotin. Das GGIZ Erfurt erhielt 2006 ca. 157 Anfragen zu Nikotinvergiftungen, wobei in den meisten Fällen keine oder nur leichte Symptome beobachtet wurden. Dennoch ist Nikotin ein sehr giftiges Alkaloid mit überwiegend stimulierender, in hohen Dosen auch lähmender Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Nikotin wird schnell über die Atemwege, die Haut und Schleimhäute aufgenommen. Die Aufnahme ist stark vom pH-Wert abhängig. Es wird schnell (Halbwertszeit 1-2 h) über die Leber verstoffwechselt und zu 95% in Form inaktiver Metabolite (Cotinin) über die Nieren ausgeschieden. Typische Symptome bei Vergiftungen sind Erbrechen (ca. 1-3 h nach Einnahme), Blässe, Hautrötung, Unruhe, vermehrter Speichelfluss, Schwitzen, schneller Puls, leichte Benommenheit, Zittrigkeit. Bei schweren Vergiftungen können Bewusstlosigkeit, Atemstörung, Krämpfe und Blutdruckabfall auftreten. Besondere Gefährdung besteht bei Verschlucken von Zigarren, Kau- oder Schnupftabake und Tabaksud (z.B. Kippen in Cola- oder Bierflaschen). Sofort-/Laienhilfe: Literatur - Mühlendahl KE u. Mitarb.: Vergiftungen im Kindesalter. 4. Aufl, Thieme-Verl 2003, S. 296-298 - Strubelt O. Gifte in Natur und Umwelt. Pestizide und Schwermetalle, Arzneimittel und Drogen. Spektrum Umwelt. Spektrum, Akad. Verl., Heidelberg; Berlin; Oxford 1996, S. 245 |