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Bisse und Stiche durch exotische Haustiere

Aufgrund von Beobachtungen in Deutschland und Frankreich ist davon auszugehen, dass Zahl solcher „Hausgenossen“, die nicht nur legal importiert, gezüchtet und verkauft werden, sondern teilweise auch aus dubiösen Quellen stammen [vgl. Pressebericht TLZ 10.05.2008], erheblich zugenommen hat. Gifttiere wie z.B. Vogelspinnen, Giftspinnen, Skorpione, giftige Tiere in Aquarien sind dabei seit längerer Zeit in Mode. Vor allem Schlangen erfreuen sich in bestimmten Kreisen zunehmender Beliebtheit. Unfälle durch fehlende Sachkunde beim Umgang mit diesen Tieren sind die traurige Konsequenz dieser Entwicklung. Bissverletzungen sind deshalb häufig die Folge unsachgemäßen Umgangs und des Hantierens unter Alkoholeinfluss. Die Kosten für die Beschaffung und Behandlung mit entsprechenden Antiseren sind u.U. erheblich. Verletzungen können insbesondere bei Kindern lebensgefährlich sein. Giftige und andere gefährliche Tiere haben grundsätzlich nichts in privaten Haushalten zu suchen. Unter dem Gesichtspunkt der Einhaltung der Bestimmungen des Tierschutzes und der Verhütung von Unfällen findet das in Hessen erlassene gesetzliche Verbot der Haltung solcher Tiere in privaten Haushalten unsere Zustimmung.

Weitere Informationen:

Tigerpythons im Paket verschickt. TLZ 10.05.2008

Bisse und Stiche durch exotische Haustiere 1996-2006. Clinical Toxicology 2008. In press

Gesetzliche Regelungen

http://www.serumdepot.de/website/Schlangenhaltung/merkblatt5.pdf

Haltung von gefährlichen Wildtieren ist in Hessen verboten

http://www.hmdi.hessen.de/irj/zentral_Internet?rid=zentral_15/zentral_Internet/nav/dea/dea5072f-a961-6401-e76c-d1505eb31b65,7657a21d-5d29-511f-3efe-f44e9169fccd,22222222-2222-2222-2222-222222222222,22222222-2222-2222-2222-222222222222,11111111-2222-3333-4444-100000005004.htm


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