|
Giftnotruf Erfurt 0361 730730Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern,
|
|
|
Aktuelles:Vergiftungen durch Krustenanemonen (Palytoxin)Krustenanemonen der Gattung Palythoa sp. sind weltweit verbreitete Blumentiere, die darüber hinaus auch in Meerwasseraquarien zu finden sind. Sie enthalten ein stark wirksames Gift, das Palytoxin. Das Palytoxin kommt außer in Krustenanemonen auch in einigen Fischarten wie Drückerfischen und Feilenfischen vor. Ein Teil dieser Fische ernährt sich von Krustenanemonen. Bei einem anderen Teil ist die Herkunft des Toxins unklar. Vergiftungserscheinungen nach dem Verzehr palytoxinhaltiger Fische wurden mehrfach in der Literatur beschrieben. In den Jahren 2007/2008 erreichten das GGIZ insgesamt 5 Anfragen bezüglich Krustenanemonen. Bei den Betroffenen traten nach dem Reinigen von Meerwasseraquarien bzw. Auskochen von mit Krustenanemonen bewachsenen Korallen verschiedene Beschwerden auf wie Schwitzen, Fieber, Gliederschmerzen, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen. Dies legt den Verdacht nahe, dass das Palytoxin nicht nur über Verschlucken, sondern auch Einatmen von Aerosolen in den menschlichen Körper gelangen kann. Veröffentlicht wurde im Frühjahr 2008 ein Vergiftungsfall, bei dem das Palytoxin über verletzte Haut bei Arbeiten im Aquarium aufgenommen wurde. Es traten nicht nur deutliche lokale Symptome, sondern auch systemische Vergiftungszeichen auf (Hoffmann K, Hermanns-Clausen M, Buhl C, Büchler MW, Schemmer P, Mebs D, Kauferstein S. A case of palytoxin poisoning due to contact with zoanthid corals through a skin injury.Toxicon. 2008 Jun 15;51(8):1535-7). Beim Reinigen von durch Krustenanemonen der Gattung Palythoa sp. besiedelten Aquarien sollte daher mit Vorsicht vorgegangen werden. Es empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen. Bei Arbeiten außerhalb des Aquariums, z.B. Reinigen von Steinen, sollte ausreichend gelüftet und ggf. ein Atemschutz getragen werden. Weitere Informationen: Weitere Informationen zu Palytoxin und seiner Wirkung finden Sie hier ! |