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Giftnotruf Erfurt 0361 730730Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern,
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Aktuelles:Quallen - unliebsame Bekanntschaften beim BadenIn den Sommermonaten erreichen den GIFTNOTRUF immer wieder Anfragen zur Vergiftungsgefahr, nachdem es bei Baden in Nord- und Ostsee, aber auch im Mittelmeer und in tropischen Gewässern zum Kontakt mit Quellen gekommen ist. Besonders häufig handelt es sich dabei um den Hautkontakt mit sogenannten Feuerquallen (Gelbe Haarqualle; Cyanea capillata). Bei einem Badeunfall in der Ostsee, bei dem der Betroffene Hautkontakt mit mehreren Tieren hatte, kam es anfänglich zu einer starken Schmerzreaktion [GGIZ 200810328]. Während diese Symptome in der Regel nach kurzer Zeit wieder abklingen, besteht nach Kontakt mit den Augen die Gefahr von anhaltenden Brennen und entzündlich verursachten Sehstörungen. Die Beschwerden können über einige Tage anhalten. So klagte ein Mittelmeerurlauber [GGIZ 200908000] noch eine Woche nach dem Kontakt mit einer Qualle über entzündliche Hautveränderungen, die wahrscheinlich durch eine sekundäre Infektion des betroffenen Areals verursacht waren. In einem ähnlich gelagert Fall [GGIZ 200710647] wurde über Blasenbildung, Fieber und Schüttelfrost berichtet Bei Maßnahmen der Ersten Hilfe sollte beachtet werden, dass die betroffene Hautstelle meist noch intakte Nesselkapseln enthält, die durch Spülen mit Süßwasser zerstört werden. Infolgedessen können die Schmerzen weiter zunehmen. Zum Abreiben kann im Notfall Sand verwendet werden. Besser ist das Auftragen von verdünntem Haushaltsessig (5%ig) oder Rasierschaum. Nach dem Eintrocknen können die Quallenreste vorsichtig abgeschabt werden. Dabei sollte es nicht zu einer Hautverletzung kommen, sonst besteht Infektionsgefahr. Erst danach sollte mit Kühlakkus, Eiswürfeln oder Speiseeis gekühlt werden. Halten die Beschwerden an, ist meist eine ärztliche Verordnung von Schmerzmitteln, Glucocorticoiden, Antihistaminika und u.U. auch eine antibiotische Behandlung erforderlich. Weitere Informationen: |