Eichen­prozessions­spinner - Befall in Thüringen

Bereits 2015 wurde der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) in Südthüringen erstmalig im Raum Heldburg bzw. Colberg entdeckt. Damals handelte es sich nur um wenige frische Raupen und Raupennester. Im Sommer 2016 wurde darüber berichtet, dass im Landkreis Hildburghausen größere Waldbestände befallen sind. Jetzt (April 2017) ist der gesamte Eichenbestand des Forstamtes Heldburg befallen.

Jeder Kontakt mit den Tieren sollte vermieden werden. Bekannte befallene Waldgebiete sollten gemieden werden. Sowohl die Brennhaare der vitalen Raupen wie auch die Häutungsreste und verlassene Nester können eine heftige Reizwirkung in den Augen, an der Haut und in den Atemwegen mit Jucken, Brennen, Hautausschlag, Bindehautentzündung, Husten und Atemnot wie bei einem Asthmaanfall auslösen. Die Hautreaktionen können ein bis zwei Wochen anhalten. Die Kleidung und die Schuhe müssen gründlich gereinigt werden. Bei wiederholtem Kontakt kann es durch eine Sensibilisierung zu gefährlichen allergischen Reaktionen (Anaphylaxie) kommen. Dann besteht u.U. sogar Lebensgefahr.

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