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Erpressung Ethylenglykol

Gefährdung durch Ethylenglykol

Im Zusammenhang mit der Fahndung nach einem Erpresser, der damit gedroht hat Babynahrung u.a. Lebensmittel mehrerer Lebensmittelkonzerne und Drogerieketten in Deutschlandzu vergiften, weist der Giftnotruf auf folgende Gefährdung durch Ethylenglykol hin:

Ethylenglykol ist ein giftiger Alkohol, der nach der Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt ähnlich wie Methanol zu schweren Organschäden führen kann. Die gefährlichen Mengen liegen für Kinder bei wenigen Millilitern. Die Giftwirkung setzt 30 Minuten nach der Substanzaufnahme mit Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit und Rauschwirkung ohne „Alkoholfahne“ ein. Innerhalb von 4 bis 12 Stunden können die Stoffwechselprodukte des Ethylenglykols ein akutes akutes Nierenversagen auslösen. Schwere Vergiftungen führen zu Bewusstlosigkeit und zur Hirnschädigung.

Bei Verdachtsfällen sollte umgehend ein Giftinformationszentrum (siehe interaktive Karte unserer Homepage) kontaktiert werden. Sollten nach dem Verzehr von Lebensmitteln bereits Anzeichen einer Ethylenglykol-Vergiftung aufgetreten sein, ist eine umgehende Vorstellung in der Notaufnahme einer Klinik notwendig. Bei schweren Vergiftungserscheinungen muss der Rettungsdienst (Notruf 112) alarmiert werden.

Um sich vor einer Vergiftung zu schützen, sind die amtlichen Warnungen und Hinweise der Polizei zu befolgen.

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Komm. Leitung: Dr. rer. nat. Dagmar Prasa
© Giftnotruf Erfurt 11.12.2019

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