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Gehäuftes Auftreten von Kreuzotterbissen

Anzahl der Anfragen zu Kreuzotterbissen beim Giftnotruf Erfurt 2005 - 2011

Land 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011
Meckenburg-Vorpommern 5 6 6 10 8 10 7
Sachsen 5 15 15 12 10 10 18
Sachsen-Anhalt 4 3 2 1   2 2
Thüringen 5 5 6 8 5 12 7

Im Frühjahr 2011 wurden in Ost- und Mitteldeutschland gehäuft Kreuzotterbisse beobachtet. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen, aber auch in Thüringen sind in den Monaten April und Mai im Vergleich zum Vorjahr mehr als doppelt so viele Personen durch Kreuzotterbisse verletzt worden. Etwa zwei Drittel der Betroffenen waren Männer oder Jungen, bei denen als häufige Ursache für den Biss ein aus Neugier resultierender falscher Umgang mit den Schlangen berichtet wurde.

WICHTIG! Schlangen beißen nur in äußerster Bedrängnis! Daher sollte beim Auffinden einer Schlange immer auf ausreichend Abstand geachtet und das Anfassen (aus jeglichen Gründen) unbedingt unterlassen werden!

Nicht jeder Biss einer Kreuzotter führt zu Symptomen; und nur in etwa der Hälfte der Fälle wird ausreichend Gift abgegeben, um mehr als lokale Symptome zu bewirken. Bei den meisten Patienten kam es zu einer Rötung und Schwellung der betroffenen Extremität; nur in einem Fall (siehe Fallbeispiel) musste das Gegengift (Antiserum) eingesetzt werden.

Fallbeispiel: Ein 8 Jahre alter Junge wurde von einer Kreuzotter in die Hand gebissen. Im Verlauf kam es zu einer ausgeprägten Schwellung der Hand, die sich innerhalb von 4 Stunden bis zum Oberarm ausbreitete. Wegen der raschen Symptomzunahme wurde dem Kind das Gegengift (Antiserum) verabreicht. Daraufhin ging die Schwellung zurück und es traten keine weiteren Symptome auf. Der Junge wurde bis zum Abklingen der Schwellung in der Klinik überwacht.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Vergiftungsgefahr durch Kreuzottern.

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