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Gefährliche Spielerei mit Salomonssiegel

Immer wieder kommt es zu Vergiftungsunfällen, wenn Kinder Pflanzenteile verzehren.

Innerhalb kurzer Zeit ereigneten sich jetzt zwei Vorfälle, bei denen Blüten verspeist wurden. In dem einen Fall hatten Kinder offenbar um die Wette "Japanisches Maiglöckchen" (Polygonatum odoratum) geplündert. Ein Junge soll es auf ca. 30 Blüten gebracht haben. Wenige Tage später wurde über eine "Mutprobe" dreier Schulkinder berichtet, von denen jedes einzelne mindestens 10 Blüten aufgenommen hatte. In beiden Fällen traten unangenehme Folgen mit Übelkeit, Bauchschmerzen, mehr oder weniger heftigem Erbrechen und Durchfall ein, die auf die Reizwirkung der Inhaltsstoffe der Pflanze zurückzuführen waren. Alle Kinder mussten ärztlich behandelt werden. Die Beschwerden wurden schnell behoben.

Nicht immer gestaltet sich der Verlauf so komplikationslos. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr stellen insbesondere Pflanzen dar, die giftige Alkaloide enthalten (z.B. Eisenhut, Engelstrompete, Fingerhut, Goldregen, Herbstzeitlose, Tollkirsche). Bei Kindern ist das "Aussaugen" von Blüten besonders beliebt. Im Herbst verleiten dagegen die Früchte zum Verzehr. Um derartige Unfälle zu vermeiden, sollten Kinder im Garten zu diesen Pflanzen keinen freien Zugang haben oder es sollte auf deren Anpflanzung ganz verzichtet werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Vergiftungsgefahr durch Salomonssiegel.

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