Vergiftung von Wildtieren

Im Juni 2018 wurden in der Gemarkung Ellersleben mehrfach tote Greifvögel und andere tote Wildtiere gefunden (Amtsblatt Landkreis Sömmerda Nr. 25/27.06.2018 S. 9).

Nachfolgende veterinärmedizinische Untersuchungen ergaben, dass die Tiere durch stark wirkendes Gift zu Tode gekommen sind.

  • 2015: 2 Rotmilane bei Olbersleben; 1x Nachweis von Carbofuran
  • 2016: 2 Rotmilane bei Olbersleben/Ellersleben; 1x Nachweis von Carbofuran
  • 2016: 1 Rotmilan, 1 Mäusebussard, 2 gelähmte Mäusebussarde
  • 2018: 1 Rotmilan, 2 Mäusebussarde bei Ellersleben; 2 x Nachweis von Carbofuran
  • 2018: 4 Kolkraben bei Ellersleben; 4 x Nachweis von Carbofuran

Im Zusammenhang mit den Greifvogelvergiftungen werden auch regelmäßig andere Wildtiere (Füchse) gefunden, in einem Fall starb auch ein Schäferhund nachweislich an Carbofuran.

Carbofuran ist aufgrund einer Entscheidung im Juni 2007 für den Bereich der Europäischen Union nicht mehr als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln zugelassen und der Besitz ist in Deutschland verboten. Die Taten verstoßen gegen das Naturschutz-, Tierschutz- und Jagdrecht und sind als Straftaten anzusehen. Die Gefahr für andere Tiere und auch Personen (wie z.B. Kleinkinder) ist nicht zu unterschätzen.

Deshalb sollten Eltern bei Spaziergängen in dieser Region ihre Kinder am Kontakt zu toten Tieren oder Tierteilen hindern. Hundebesitzer sollten darauf achten, dass ihre Tiere beim Ausführen nicht ungeprüft Nahrung aufnehmen.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Überführung des Täters/der Täter führen, setzt das Landratsamt Sömmerda eine Belohnung von 500 Euro aus.

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