Gefahren in der Weihnachtsbäckerei

Ein aktueller Fall aus der Beratungspraxis des Giftnotrufes Erfurt zeigt, dass die Vorweihnachtszeit nicht nur für Kinder, sondern auch für Haustiere Gefahren birgt:

An einem Samstagabend Ende November wurde ein Labrador-Retriever notfallmäßig in einer Tierklinik vorgestellt. Der Hund hatte mehrfach erbrochen, wurde zunehmend laufunfähig, schläfrig und schließlich kaum noch erweckbar. Die Diagnostik ergab eine schwere Alkoholvergiftung mit einem Blutalkoholspiegel von 3,7 Promille. Es stellte sich heraus, dass die Hundehalter an diesem Tag Weihnachtsstollen backen wollten. Der Hund hatte unbeaufsichtigt den kompletten rohen Hefeteig sowie sämtliche in Rum eingelegte Rosinen gefressen. Das Tier wurde in der Tierklinik überwacht und mit Infusionen versorgt. Bei erneuter Kontaktaufnahme mit dem Giftnotruf Erfurt nach etwa 2 Stunden wurde er langsam wacher und hob bereits wieder den Kopf. Die Alkoholvergiftung wurde in diesem Fall ohne weiteren Schaden überstanden. Es kann beim Hund aber auch durch Rosinen zu Vergiftungserscheinungen kommen.

Die Thüringer Allgemeine berichtete am 09.12.2008 über diesen Fall.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Gefahren in der Weihnachtszeit und Lebensmitteln, die für Tiere gefährlich werden können.

Zurück