Ratschläge zu Riesen-Bärenklau

Der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) gehört zur Familie der Doldengewächse. Die ursprünglich im Kaukasus heimische Art wurde um 1890 wegen ihres stattlichen Wuchses (bis 3 m Höhe) nach Europa als Zierpflanze eingeführt. Imker schätzen sie als ergiebige Bienenweide. Nach Berührung der Pflanze sowie nach Kontakt des Pflanzensaftes mit der Haut wird nach Einwirkung von Sonnenlicht durch die giftigen Inhaltsstoffe (Furocumarine) innerhalb von 24 bis 48 Stunden eine Entzündungsreaktion ausgelöst. Diese geht mit starkem Juckreiz, Schwellung, Rötung, Blasenbildung und selten auch Allgemeinreaktionen (Fieber, Schweißausbruch, Kreislaufstörungen) einher. Furocumarine kommen auch in anderen Pflanzenfamilien vor und lösen die sogenannte "Wiesengräserdermatitis" aus.

  • Beim Entfernen der Pflanze sollte entsprechende Schutzkleidung getragen werden, um einen Kontakt mit der Pflanze zu vermeiden.
  • Sollte es dennoch zu Hautkontakt mit dem Pflanzensaft gekommen sein, ist dieser umgehend abzuspülen und in den folgenden Tagen sollten die betroffen Hautstellen vor der Sonne geschützt werden. Bei deutlichen Symptomen sollte eine Arztvorstellung erfolgen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Vergiftungsgefahr durch Riesen-Bärenklau.

Zurück

Hinweis / Disclaimer

Internet: www.ggiz-erfurt.de
E-Mail: ggiz@ggiz-erfurt.de
Leiter: Dr. rer. nat. Dagmar Prasa
© Giftnotruf Erfurt 2017

c/o HELIOS Klinikum Erfurt
Nordhäuser Str. 74 / 99089 Erfurt
Telefon: 0361 73073-0
Fax: 0361 73073-17

Der Giftnotruf Erfurt weist darauf hin, dass trotz aller Sorgfalt bei der Erstellung der Website die Nutzung der Daten auf eigene Gefahr erfolgt und insbesondere keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit, Richtigkeit oder Fehlerfreiheit der Daten übernommen wird. Der Giftnotruf Erfurt haftet nicht für unmittelbare und mittelbare Schäden, die durch Nutzung der Daten entstehen.