Achtung Seidelbast

Der Echte Seidelbast blüht bereits früh im Jahr und bildet im Sommer beerenartige Früchte aus, die zunächst grün sind und sich später orange-rot färben.

Alle Pflanzenteile des Seidelbasts mit Ausnahme des Fruchtfleisches sind giftig. Wirkt der Pflanzensaft auf die Haut ein oder werden die Kerne der Beeren zerbissen, kann es zu einer starken Entzündungsreaktion kommen, die sich mit brennenden Schmerzen, Schwellungen und Blasenbildung äußert.

Im Jahr 2011 machten mehrere Kinder innerhalb weniger Tage unliebsame Bekanntschaft mit Seidelbastfrüchten.
Drei Kleinkinder hatten je eine bis drei der noch grünen Früchte verschluckt, die sie für Erbsen gehalten hatten. Auch die Mutter probierte eine solche "Erbse". Zur Sicherheit wurde eine Überwachung im Krankenhaus empfohlen, der Verzehr der Beeren blieb in diesem Fall aber folgenlos.
Zwei acht Jahre alte Schulkinder verzehrten jeder fünf Beeren, was sofortiges Brennen im Mund auslöste. Es wurde medizinische Kohle verabreicht, um eine Schädigung im Magen-Darm-Trakt zu vermeiden. Beide Kinder wurden einen Tag lang in der Klinik überwacht, ohne dass weitere Symptome aufgetreten sind.

Da die Früchte für Kinder sehr attraktiv sind, sollte Seidelbast in Kindereinrichtungen (DIN 18034) und auch in Gärten, in denen Kleinkinder spielen, nicht angepflanzt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Vergiftungsgefahr durch Seidelbast.

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