Kohlenmonoxid­vergiftung durch Grillen in geschlossenen Räumen

Das Fleisch ist gekauft, die Gäste geladen. Alles ist für einen perfekten Grillabend gerichtet. Wenigstens fast alles, denn draußen ist es nass und kalt. Doch wie den Abend retten? Egal wofür Sie sich entscheiden. Eines sollten Sie auf keinen Fall machen:

Betreiben Sie Ihren Holzkohlengrill nicht in Holzhütten, Zelten, auf dem Balkon oder gar in geschlossenen Räumen! Zum einen können sich Brände leichter entwickeln und zum anderen atmen Sie die Brandgase in gesundheitsschädlicher Konzentration ein. Besonders Holzkohle entwickelt bei der Verbrennung jede Menge Kohlenmonoxid (CO). Dieses farb- und geruchlose Gas setzt sich an den roten Blutkörperchen fest und blockiert den Sauerstofftransport des Blutes. Das Fatale: Anders als beim Sauerstoff wird das CO nur sehr langsam wieder vom Blut abgegeben. Die Folge: Sie ersticken langsam und unbemerkt.

So erreichte uns vor einigen Tagen ein Anruf aus einer Klinik, in der sich ein Mann mit seiner Frau vorgestellt hatte. Das Ehepaar hatte im Freien gegrillt und anschließend den Holzkohlengrill zum Wärmen der Küche genutzt. Daraufhin traten Kopfschmerzen, Übelkeit und Druck auf den Ohren auf. In der Klinik wurde bei beiden Ehepartnern eine gefährlich erhöhte Konzentration des am roten Blutfarbstoff gebundenen Kohlenmonoxids (CO-Hb) gemessen. Das Ehepaar wurde stationär aufgenommen und erhielt eine Sauerstofftherapie.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Gesundheitsgefahren beim Grillen.

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