Gesundheitsgefährdung durch Crystal

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete in ihrer Ausgabe am 16. Oktober 2011 über die weite Verbreitung von Crystal im Osten Deutschlands. Der Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung weist 2010 gegenüber 2009 einen erheblichen Anstieg der Sicherstellungen von Crystal aus.

Besonders Thüringen, Sachsen und Bayern werden von "Billigdrogen" überschwemmt. Auch in Bezug auf die vom Giftnotruf Erfurt beratenen Drogennotfälle ist in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Davon sind insbesondere Jugendliche im Alter ab 13 Jahren betroffen.

Obwohl die Bezeichnung Crystal in der Szene für verschiedene illegale Drogen verwendet wird, handelt es sich in den meisten Fällen um Gemische mit dem Wirkstoff Methamphetamin. Durch die starke stimulierende Wirkung werden Schutzmechanismen des Organismus (Hunger, Durst, Schlafbedürfnis) durchbrochen, was beim wiederholten Konsum innerhalb kurzer Zeit zum physischen und psychischen Verfall (Gewichtsverlust, Flüssigkeitsmangel, Infektionen) des Konsumenten führen kann. Wegen der raschen Toleranzentwicklung benötigt der Konsument immer häufiger immer größere Mengen, um die erhoffte Wirkung zu erzielen und Entzugserscheinungen zu vermeiden. Methamphetamin hinterlässt beim Dauergebrauch neurotoxische (nervenschädigende) Wirkungen. Die dadurch eintretenden kognitiven Leistungsdefizite (Konzentration, Gedächtnis, Sprache) sind auch bei längerer Abstinenz nicht vollständig umkehrbar.

Wenn Sie Beratung benötigen, finden Sie im Internet unter den Suchbegriffen "Suchtberatung" und Ihrem Wohnort bzw. Bundesland entsprechende Informationen.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Vergiftungsgefahr durch Crystal.

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