Vorsicht bei Verwechslung von Bernstein mit weißem Phosphor

Immer wieder kommt es vereinzelt auf der Insel Usedom zu Verbrennungsunfällen durch Verwechslung von Bernstein mit weißem Phosphor (im August 2011, im April 2012 und im April/Mai 2013 mindestens sieben schwer verletzte Strandbesucher).

Nach Trocknung oxidiert Phosphor an der Luft und verbrennt unter Bildung hoher Temperaturen (1300 °C), was zu schweren und komplizierten Verbrennungen führen kann. Grund für das Vorkommen von weißem Phosphor an der Ostsee sind Munitionsaltlasten aus dem 2. Weltkrieg (Berechnungen des Munitionsbergungsdienstes MV der DDR ergaben, dass sich 40 bis 60 Tonnen weißer Phosphor auf dem Meeresgrund direkt vor den Usedomer Stränden befinden sollen). Da eine Bergung dieser Bestände nicht in Sicht ist, muss auch in Zukunft mit dieser Gefährdung gerechnet werden. Die zuständigen Gemeinden auf Usedom raten aus diesem Grund auf Warnschildern am Strand dazu, am Strand gefundenen Bernstein nur in Metallbehältnissen und keinesfalls in der Kleidung aufzubewahren.

Maßnahmen bei Verbrennung mit weißem Phosphor:

  • die betroffene Kleidung so schnell wie möglich ausziehen.
  • Ersticken des Feuers mit feuchtem Sand, da bei Löschen mit Wasser ätzende Phosphorsäure entstehen kann.
  • Da Phosphor sehr giftig ist, sollte man auch bei "leichteren" Verbrennungen dringend einen Arzt oder ein Krankenhaus (Notruf 112) aufsuchen.

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