Kohlenmonoxid­vergiftung durch Grillen in geschlossenen Räumen

Dem Giftnotruf Erfurt sind seit 2008 vier Fälle mit insgesamt 12 Personen bekannt geworden, bei denen es durch die Verwendung von Holzkohlengrills oder Propangasheizern in Innenräumen zu Vergiftungserscheinungen gekommen ist. In einem Fall wurde ein 14 Jahre alter Junge tot aufgefunden.

Bereits im Juni 2006 hatten wir über einen ähnlichen Fall berichtet und auf die Gefährdung durch das Einatmen von Kohlenmonoxid (CO) aufmerksam gemacht. Offenbar kann aber auf das Grillvergnügen auch bei schlechtem Wetter nicht verzichtet werden. Das Heizen mit einem offenen Grillfeuer und Propangasbrennern kann im Innenraum zur Todesfalle werden. Darauf weist auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer aktuellen Pressemitteilung hin.

Bereits geringe Kohlenmonoxid-Konzentrationen in der Raumluft führen durch die starke Bindung des Giftes an den Farbstoff der roten Blutkörperchen (Hämoglobin der Erythrozyten) zu einer schweren Störung des Sauerstofftransportes von der Lunge zu den Geweben, von der zuerst das Gehirn und das Herz betroffen sind. Kopfschmerzen, Schwindel, Ohrensausen, Sehstörungen, Erbrechen, Kurzatmigkeit, Muskelschwäche und Herzrasen sind entsprechende Alarmzeichen. Später kommt es zur Bewusstlosigkeit und zum Tod.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Gesundheitsgefahren beim Grillen.

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