Ozon

Ozon ist der Hauptbestandteil des sogenannten "fotochemischen Smogs". In den bodennahen Schichten der Atmosphäre entsteht es bei intensiver Sonneneinstrahlung vor allem aus Autoabgasen. Deshalb tragen Einschränkungen des Verkehrs oder sogar Fahrverbote an heißen Sommertagen wesentlich dazu bei, die Ozonbelastung zu vermindern.

Meist kommt es in den Morgenstunden zu einem steilen Anstieg der Ozonbelastung, die dann auf einem hohen Niveau über den Rest des Tages bestehen bleiben kann. Vor allem am Nachmittag sollte man deshalb den Aufenthalt im Freien und körperliche Anstrengung (Sport) möglichst vermeiden. Das Rauchen sollte unbedingt eingestellt werden. Besonders gefährdet sind Kinder und ältere Menschen.

Ozon wirkt in erster Linie als Reizgas und kann Tränenfluss und Atembeschwerden verursachen. Aufgrund seiner geringen Wasserlöslichkeit kann es tief in die Atemwege eindringen. Bei vorgeschädigten Personen kann ein Asthmaanfall ausgelöst werden. Im Extremfall kann es auch mit größerem zeitlichen Abstand zu einer Schädigung der Lunge kommen. Dann muss der Notarzt gerufen werden.

Das Ausmaß einer Schädigung ist in erster Linie von der Ozonkonzentration in der Atemluft abhängig. Der Schwellenwert, bei dem eine Unterrichtung der Bevölkerung über eine Ozonbelastung erfolgen soll, ist auf 180 µg/m3 (1-Stunden-Mittelwert) festgelegt; eine Ozon-Warnung wird ab 240 µg/m3 ausgesprochen. Schwere Gesundheitsstörungen treten bei Belastungen von mehr als 500-1000 µg/m3 auf.

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