Spinne des Jahres 2006: Veränderliche Krabbenspinne

Arten:
Die Familie der Krabbenspinnen (Laterigradae, Thomisidae) umfasst mehr als 1600 Arten aus etwa 160 Gattungen, von denen sehr viele in Gestalt und Färbung ihrem Lebensraum hervorragend angepasst sind. Die Veränderliche Krabbenspinne ist sogar in der Lage, sich durch Farbveränderung nach weiß, gelb oder grün dem Untergrund anzupassen.

Vorkommen:
Krabbenspinnen kommen besonders in Nordamerika und Europa vor, aber auch in Mittel- und Südamerika, Sumatra, Borneo und Singapur sind sie mit einzelnen Arten vertreten.

Körperbau:
Die morphologische Ähnlichkeit mit den Krebstieren führte zur Namensgebung dieser Spinnen. Charakteristisch ist der meist platt gedrückte Körper. Durch die Gestaltung ihrer Beine sind sie in der Lage, sich gleitend leicht in alle Richtungen zu bewegen.

Lebensweise:
Ihrer Beute lauern diese Spinnen an Baumstämmen, auf Blättern und Blüten auf. Sie schleichen ihre Opfer, die oft deutlich größer und wehrhafter sind als sie selbst, am Kopf an, töten sie durch einen Biss zwischen Kopf- und Brustteil und saugen sie anschließend aus. Honigbienen gehören dabei u.U. zur bevorzugten Beute. Krabbenspinnen spinnen keine Netze, sondern nur einzelne Fäden. Sie verursachen im "Altweibersommer" auf diese Weise die Erscheinung der Herbstfäden, des fliegenden Sommers, der Marienfäden (fils de la Vierge), an denen sie sich durch die Luft fliegend verbreiten.

Hier finden Sie weitere Informationen zur Vergiftungsgefahr durch einheimische Spinnen.

Quellen

  • Brehms Tierleben. Allgemeine Kunde des Tierreichs. Kolorierte Ausgabe. Band 9, Familie Thomisidae Krabbenspinnen, 667-670. In: Digitale Bibliothek Band 76. Directmedia, Berlin 2002, 17373-17382
  • Urania Tierreich. Wirbellose Tiere Band 2. Urania, Leipzig, Jena, Berlin 1969, Familie Thomisidae - Krabbenspinnen, 201

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