Vorgehen im Fall einer Pilzvergiftung

Mögliche Symptome erkennen

Symptome einer Pilzvergiftung sind vielfältig. Am häufigsten sind Magen-Darm-Beschwerden, die kurz nach der Mahlzeit, aber auch noch viele Stunden später auftreten können. Verdächtig sind außerdem Herz-Kreislauf-Beschwerden, Bewusstseinsstörungen wie Schläfrigkeit oder auch Erregungszustände, Halluzinationen, Sehstörungen, enge oder erweiterte Pupillen, Krampfanfälle, Schwitzen, Tränen- und Speichelfluss, Beschwerden beim Wasserlassen, Muskelschmerzen.

Identifizieren der Pilze

Schon bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung sollte unbedingt versucht werden, die infrage kommenden Pilze durch einen Pilzberater/Pilzsachverständigen identifizieren zu lassen. Pilzreste oder ein anderes Exemplar derselben Art und ggf. Erbrochenes sollten deshalb sichergestellt werden. Der Giftnotruf Erfurt kann bei der Vermittlung eines Pilzberaters/Pilzsachverständigen helfen, ebenso bei der Koordinierung der Erste-Hilfe-Maßnahmen durch Laien und medizinisches Personal. Eine Person mit einer Pilzvergiftung sollte umgehend einem Arzt, am besten in einer Klinik, vorgestellt werden. Die Pilze bzw. Pilzreste sollten in das Krankenhaus mitgenommen werden, sofern sie nicht bereits einem Pilzberater/Pilzsachverständigen vorgelegt wurden.

Sofort-/Laienhilfe

  • Zuerst um den/die Betroffenen kümmern, Grundsätze der Ersten Hilfe beachten. Keinesfalls Erbrechen mit Salzwasser provozieren, auch das Auslösen von Erbrechen mit dem Finger sollte unterlassen werden - insbesondere bei Kindern, alten Menschen und bei bereits vorhandenen Anzeichen einer Vergiftung.
  • Arztvorstellung, vorzugsweise in einer Klinik. Bei mehr als nur leichten Magen-Darm-Beschwerden oder weiten Wegen die Rettung (112) alarmieren. Tobsüchtige/aggressive Personen müssen notfalls zusätzlich mithilfe der Polizei (110) gebändigt werden. Selbstschutz beachten!
  • Pilzreste und, sofern vorhanden, Erbrochenes sicherstellen. Mithilfe des Giftnotrufes Erfurt (0361-730730) einen Pilzberater/Pilzsachverständigen kontaktieren. Werden die Asservate in das Krankenhaus mitgenommen, kann die Kontaktaufnahme auch durch das Krankenhaus erfolgen.
  • Werden Pilze als Vergleichs-Exemplar gepflückt, diese unbedingt vollständig aus der Erde nehmen, nicht am Stiel abschneiden!

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